Geschichte

Kurze Geschichte des Vereins

Unser Bürgerverein ist einer der ältesten Bürgervereine in Karlsruhe. Er wurde sicher vor über 100 Jahren gegründet, wann genau ist nicht leicht zu ermitteln, denn es gab vor dem Verein dieses Namens Vorgängervereine, die teilweise in ihm aufgegangen sind.

Einer der letzten spektakulären Erfolge war die Vertreibung einer ziemlich aktiven Drogen-Dealer-Szene in der Amalienstraße. Erst durch Aktionen des Verein vor Ort, wurde die Polizei nachhaltig tätig und vertrieb erfolgreich die Dealer.

Ausführlichere Version

Unter dem Eintrag „Bürgerverein Altstadt Karlsruhe“ wurde im zweiten Band des Vereinsregisters im Amtsgericht Karlsruhe der Bürgerverein der Karlsruher Kernstadt eingetragen.
Die Satzung wurde am 7. Februar 1901 errichtet.

Weniger zur Unterhaltung und Begegnung als zur Lösung aktueller Probleme in der Altstadt zum Wohl der Bürger wird hierzu ein Bürgerverein gegründet. Unter der Altstadt verstand man die heutige Innenstadt mit den Grenzen Mühlburger Tor, Karlstor, Ettlinger Tor, Rüppurrer Tor, Durlacher Tor und Linkenheimer Tor (das damals am Ende der heutigen Hans-Thoma-Straße stand). Diese Tore bildeten die Grenzen des „alten Karlsruhe“: Am Mühlburger Tor lag die Westendstraße – die, wie der Name schon sagt, das Ende der Stadt zum Westen hin verdeutlicht. Östlich des Durlacher Tors liegt die Oststadt, die auch schon einen Bürgerverein gegründet hat. Ost- und Weststadt wurden erst um die Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts aufgebaut. 1888 meldete sich im Bahnhofstadtteil ein Bürgerverein an. So ist es verständlich, dass der Teil der Stadt, der sich noch innerhalb der Torgrenzen befand, um 1900 „Altstadt“ genannt wird.

Die ersten Wurzeln: Bürgerverein Altstadt Karlsruhe 1901

Bürgerverein der Alt- und Mittelstadt Karlsruhe

Am 29. April 1927 wurde im Vereinsregister der Stadt der Eintrag einer Namensänderung
vorgenommen. Auf Beschluss der Generalversammlung wurde der Name des Vereins in
„Bürgerverein der Alt- und Mittelstadt Karlsruhe“ geändert. Unter Großherzog Friedrichs
Regierungszeit (seit 1907) kehrte in Baden Wohlstand ein. Baden entwickelte sich zum
„Musterländle“; Mannheim, Baden-Baden, Freiburg, Konstanz, anderen badischen Kom-
munen und insbesondere in der Residenzstadt Karlsruhe erleben ihre goldene Zeit, die bis
zum Beginn des ersten Weltkriegs anhielt.

Am 28. August 1930 wurde in Karlsruhe eine Gemeinschaft gegründet, die die Förderung
der Gemeinschaft durch wöchentliches Zusammentreffen zu geselliger Runde festigte – die
„Viktoriagemeinde“. Mehr dazu später. Nach 1945 war an die Existenz eines Bürgervereins
zu jener Zeit nicht zu denken.

Neubeginn nach dem zweiten Weltkrieg

1955 gab es Probleme in der Nachbarschaft der Erbprinzenstraße, Bürger- und Herren-
straße: Prostitution. Die “leichten Damen“ des Gewerbes fanden hier eine günstig gele-
gene Ecke, um sich von Freiern meist mit Pkw abholen zu lassen. Neben des Gehupes
nervte die Anwohner auch die Feilscherei über das für wie viel und wohin. Besonders
nervte die Anmache von Frauen. Durch das eimerweise Herunterschütten von Wasser
versuchten Anwohner die Probleme zu lösen. Das Übrige erreichte die Polizei, die die
„Gewerbetreibenden“ verscheuchte. Diese zunächst kleine Gemeinschaft nannte sich
spontan „Bürgerverein Bürgerviertel“; im laufe der Zeit wuchs die Gemeinschaft, die sich
bald mit dem „Bürgerverein Altstadt“ zusammenschloss. Zehn bis 12 Jahre später erfolgte
wiederum die Trennung. Soviel zum Neubeginn des Bürgervereins nach dem zweiten
Weltkrieg.

Der neue „Bürgerverein Stadtmitte” wird gegründet

1977 wird der „Bürgerverein Stadtmitte“ in das Vereinsregister eingetragen. Am 7. Juni
1977 wurde die Satzung errichtet.

Im September 1985 wird im Südwesten der Innenstadt das 120-jährige Bestehen der
Victoriastraße mit einem Straßenfest gefeiert. Die Bürgergemeinschaft der Victoriastraße
wird von Horst Pampel mit Bewohnern der Straße gegründet. Ehemalige Mitglieder der
Victoriagemeinde waren auch Mitglieder der Bürgergemeinschaft – und somit ist der
Anschluss an die Bürgergemeinschaft vollzogen. Nachbarliche Beziehungen in dieser
geselligen Straßengemeinschaft werden mit jährlichen Straßenfesten gestärkt. Hoffeste
überboten sich durch kulturelle Einlagen und Tombola, deren Erlöse
unterstützungswürdigen Körperschaften zugewiesen wurden.